/ Literaturfest München 2016

Das siebte Literaturfest München fand vom 10. bis zum 27. November 2016 an verschiedenen Orten in München statt: im Gasteig, Literaturhaus, Lyrik-Kabinett, Hofspielhaus, Ampere, Einstein Kultur, in den Kammerspielen, der LMU München und der Brasserie Oskar Maria.

Rund 70 Autorinnen und Autoren kamen in die Landeshauptstadt, darunter: Swetlana Alexijewitsch, Bachtyar Ali, Garry Disher, Carolin Emcke, Mathias Énard, Cornelia Funke, Judith Kuckart, Sibylle Lewitscharoff, Dominique Manotti, Katja Lange-Müller, Herta Müller, Donald R. Pollock, Christoph Ransmayr, Raoul Schrott, Shumona Sinha und Hanns Zischler. Szenische und musikalische Lesungen, Performances, Diskussionen, Vorträge und Ausstellungen standen auf dem Programm, zudem Schullesungen sowie tägliche Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche.

Das forum:autoren wurde von Elke Schmitter gestaltet. Vom 10. bis zum 19. November lud sie gemeinsam mit ihren Gästen aus Literatur, Theater und Musik, Wissenschaft und Politik zu Reisen in verschiedene Sprach-Welten: „ein wort gibt das andere“ lautete das Motto ihres Programms. Darin untersuchte sie die Sprache als Ausdrucksmittel unseres Denkens und unserer Erfahrung und fragte mit Ludwig Wittgenstein: „Sind die Grenzen unserer Sprache die Grenzen unserer Welt?“ Antworten darauf gaben Blicke auf Sprache unter den Bedingungen politischer Repression, auf Sprache als Vermittlungsmedium zwischen Ethnien und Kulturen, auf Muttersprachen und künstliche Sprachen als Spielräume und gesellschaftliche Institutionen – und auf Sprache als stimmliche Ausdruckskraft in Lyrik und Musik.

Die 57. Münchner Bücherschau präsentierte begleitend zur großen Buchausstellung im Gasteig ein Veranstaltungsprogramm mit international bekannten Autorinnen und Autoren, darunter eine Hommage an Jack London aus Anlass seines 100. Todestages mit Martin Walser sowie ein Abend zu Ehren von Zelda Fitzgerald mit Bibiana Beglau.

Das Festprogramm des Literaturhauses München stand unter dem Motto „Die Welt erzählen“ und präsentierte Geschichten, die in anderen, nahen wie fernen Ländern spielen. So führt das Buch „Kompass“ von Prix Goncourt-Preisträger Mathias Énard in den Orient, in die Städte Istanbul, Damaskus, Aleppo und Palmyra. Christoph Ransmayrs Roman „Cox oder Der Lauf der Zeit“ spielt in China, Shumona Sinha schreibt über Indien, Kalkutta, und Ingo Zamperoni berichtet über das ‚fremde Land‘ Amerika. Teil des Literaturhaus-Festprogrammes war zudem der Markt der unabhängigen Verlage „Andere Bücher braucht das Land“ am 26. und 27. November, bei dem das illustrierte und besonders gestaltete Buch im Mittelpunkt steht.

Drei Preise wurden im Rahmen des Literaturfests München verliehen: der Geschwister-Scholl-Preis, der Preis für einen Bayerischen Kleinverlag und der Fernsehpreis LiteraVision.

Das Literaturfest München (10.–27.11.2016) wurd veranstaltet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern und dem Literaturhaus München in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Mit freundlicher Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Datev und pwc. Medienpartner: Bayern 2.

(Das komplette Programm des Literaturfests München als PDF.)

 

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