/ Literaturfest München 2010

Die Veranstalter des ersten Literaturfestes München ziehen eine durchgehend positive Bilanz. Vom Zusammenspiel neuer Segmente wie dem „forum:autoren“ mit bereits eingeführten Programmteilen wie der „Münchner Bücherschau“, dem Markt unabhängiger Verlage im Literaturhaus und dem Geschwister-Scholl-Preis, konnten letztlich alle Veranstaltungen profitieren. Insgesamt wurden in der Zeit zwischen 17. November und 5. Dezember bei rund 80 Veranstaltungen über 20 000 Zuschauer gezählt, was die Erwartungen der Veranstalter noch übertraf. Die Münchner Bücherschau besuchten etwa 160 000 Interessierte.

Der von Schriftsteller Ilija Trojanow kuratierte Programmteil „forum:autoren“ fand begeisterte Zustimmung auch bei einem jungen Publikum. Die Münchner Bücherschau konnte ebenfalls neue Zielgruppen erschließen und steuerte ein ausverkauftes Kinder- und Jugendprogramm bei.

Besonders erfreulich war aus Sicht der Veranstalter das positive Echo seitens der teilnehmenden Autorinnen und Autoren, die neben der guten Organisation auch die seltene Gelegenheit für Treffen mit Schriftstellerkollegen aus aller Welt und ihren Leserinnen und Lesern würdigten.

Für die Veranstalter resümierte Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers: „Unsere Idee, ein Münchner Literaturfest durchzuführen, war richtig, denn sie ergab eine überzeugende Präsentation der Literatur- und Verlagsstadt München. Einem sehr aufmerksamen Publikum konnte die Vielfalt auf hohem Niveau gezeigt werden und die vielen anregenden internationalen Gäste konnten von der Weltoffenheit unserer Stadt überzeugt werden. Vom Sog des Veranstaltungsreigens werden auch die vielen anderen Literaturveranstaltungen im Verlauf des kommenden Jahres noch profitieren können. Die Zusammenarbeit von Stadt, Börsenverein, Literaturhaus und Freistaat hat gezeigt, wie man durch gemeinsame Anstrengungen Qualitäten entwickeln kann, die sonst nicht oder so nicht zustande gekommen wären“.

„Die sehr gut besuchte Buchausstellung – für ein Literaturfest eine Besonderheit – hat gezeigt, wie viel Interesse am Medium Buch besteht: 160 000 Besucher sind zum Stöbern gekommen. Die Lesungen und Gespräche auf der Münchner Bücherschau waren fast alle ausverkauft, anders die Veranstaltungen im Kinder- und Jugendprogramm: hier blieb kein einziger Platz leer! Dass dies sowohl im Schulklassenprogramm als auch im Familienprogramm der Fall war, freut uns ganz besonders, weil uns die Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen liegt“, so Wolf Dieter Eggert, Vorsitzender des Landesverbands Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.

Das Literaturhaus München hat neben den Autoren der von Ilija Trojanow kuratierten Woche forum:autoren weitere hochkarätige nationale und internationale Schriftsteller/innen geladen, ihre aktuellen Bücher vorzustellen. Träger wichtiger literarischer Auszeichnungen wie Melin- da Nadj Abonji (Deutscher Buchpreis 2010), David Grossman (Friedenspreis des

Deutschen Buchhandles 2010) und Erri de Luca (Petrarca Preis 2010) waren zu Gast, zahl- reiche Veranstaltungen waren ausverkauft, für die Lesung mit David Grossman wurde mit dem Amerikahaus ein größeres Ausweichquartier gefunden, Roger Willemsen erklärte sich sogar bereit, aufgrund des Besucheransturms zwei Vorstellungen über »Die Enden der Welt« zu geben. Die Independent-Buchmesse »Andere Bücher braucht das Land« versam- melte außerdem 28 unabhängige Verlage aus dem deutschsprachigen Raum im Literatur- haus und setzte einen eigenen Schwerpunkt innerhalb des Literaturfests.

Das Literaturfest München wurde gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Robert Bosch Stiftung.

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