Serhij Zhadan: Die Erfindung des Jazz im Donbass

jazzDie Erfindung des Jazz im Donbass

Herman, ein junger Werbeunternehmer, wird von einem ominösen Anruf aufgeschreckt: Sein Bruder, der am Rande der Steppe eine Tankstelle betreibt, ist spurlos verschwunden. Am Ort des Geschehens trifft Herman auf die Angestellten seines Bruders, verliebt sich in Olha, die eigenwillige Buchhalterin, und versucht, die Tankstelle vor den Attacken eines einheimischen Oligarchen zu retten. Dabei wird ihm klar, dass weit mehr auf dem Spiel steht: nämlich das Glück und der Sinn des Lebens.

Serhij Zhadan, der literarische Feuerwerker, verwandelt in seinem neuen Roman das Industrierevier Donbass in eine fantastische Landschaft, wo Steppennomaden auf Geisterfahrt gehen und sich die Spur der geheimnisvollen amerikanischen Anarchistin und Jazzkomponistin Gloria Adams verliert. Easy-Rider-Atmosphäre am Rande Europas: Hier wird der Traum von der Freiheit noch einmal ganz anders geträumt: als Suche nach Heimat inmitten der Grenzenlosigkeit.

Serhij Zhadan, 1974 im Gebiet Luhansk/Ostukraine geboren, studierte Germanistik, promovierte über den ukrainischen Futurismus und gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw. Am 8. November 2013 trat er im forum:autoren beim Literaturfest München auf.

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Comments (1)

  1. Jenni

    „Telefone existieren, um unangenehme Dinge mitzuteilen“ – lautet der erste Satz im Buch. Nun, ich habe telefoniert, als ich das Buch im Cafe Deli an der Münchner Freiheit gefunden habe. Finde die Aktion klasse! Habe das Teil eine Woche nach Hause mitgenommen und in Ruhe gelesen. Bin begeistert! Ich mag die Sprache und die Easy-Rider-Atmosphäre. Und bei den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine liest man jeden Satz noch ein wenig genauer. Habe das Buch heute wieder im Cafe Deli ausgewildert. Hoffe, es findet den nächsten begeisterten Leser. Gute Reise Serhij 🙂 Love, Jenni

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