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Deutsch-britische Verbindungen auf dem Literaturfest : blog.litmuc.de

Deutsch-britische Verbindungen auf dem Literaturfest

9. November 2018 | By | Add a Comment

UK/Germany 2018 – unter diesem Motto feiert der British Council dieses Jahr die Kultur- und Freundschaftsbeziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland. Die schönen Inseln als Wochenendprogramm und weitere Themenabende des forum:autoren erscheinen da wie maßgeschneidert. Sie entspringen jedoch vor allem der großen Affinität des Kurators Jan Wagner für das gesamte Vereinigte Königreich.

#UKGermany2018

Freundschaften feiern heißt eine der Aktionen des British Council im Rahmen von UK/Germany 2018: Wer mag, teilt unter #UKGermany2018 die eigene deutsch-britische Freundschaftsgeschichte mit! Der British Council ist Förderer des diesjährigen Literaturfests München. Daher haben wir bei unseren Gästen nachgefragt – und von Ingo Herzke eine schöne Anekdote geschenkt bekommen:

„Als ich noch in Göttingen studierte, haben ein paar Schottlandbegeisterte (darunter ich), Alison zu ihrer allerersten Lesereise in Deutschland eingeladen. 1993 war das, glaube ich; finanziert von ein paar Universitäten und dem British Council hat sie an vier norddeutschen Unis gelesen. Ich habe sie zusammen mit einer Freundin in einem ziemlich peinlichen, von einem Kommilitonen geliehenen japanischen Sportwagen vom Flughafen Hannover abgeholt, was sie sehr belustigt und wohl auch befremdet hat. Übernachten musste sie in einem WG-Zimmer – doch ohne diese Begegnung wäre ich bestimmt nicht ihr Übersetzer geworden.“

Hinter Alison versteckt sich niemand Geringeres als A. L. Kennedy. Seit ihrem Debüt Gleißendes Glück von 2000 ist Ingo Herzke ihr Stammübersetzer ins Deutsche. Dass es dazu kam, verdankt sich neben ihrer unkonventionellen Begegnung dem wohl größten Völkerverbinder der Welt: dem Fußball – der übrigens aus Großbritannien stammt.

Als Student kickte Ingo Herzke mit einigen Germanisten in einer Mannschaft der Bunten Liga. Nach dem Studium hatte er begonnen, Literatur zu übersetzen, als ihn sein ehemaliger Kickkollege (und heutiger Programmleiter beim Berlin Verlag) Andreas Paschedag anrief, der gerade ein Verlagsvolontariat bei Wagenbach absolvierte: „Unser Lektor Heinrich von Berenberg hat ein Buch von A. L. Kennedy eingekauft, mit der bist du doch befreundet, oder? Sag ihm, dass du das übersetzen musst!“ Herzke hatte bis dato erst drei Bücher übersetzt, bekam den Auftrag – und der Rest ist Geschichte: „Gleißendes Glück wurde so begeistert besprochen und die Übersetzung so gelobt“, erzählt Herzke, „dass von da an alles fast von allein lief.“

In deutschen WGs hat A. L. Kennedy zuletzt wohl kaum noch genächtigt, doch viele Lesereisen mit Ingo Herzke unternommen (siehe Foto oben). Demnächst geht es nach München: Am Montag, den 19. November erkunden die beiden im Literaturhaus bei Wie setzt man über? Von Sprache zu Sprache mit John Burnside und dessen Übersetzer Iain Galbraith die Herausforderungen und Schönheiten der schottischen und deutschen Literatur und des Übersetzens.

Edward & Edward

Als Pendant fungiert der Abend am Freitag zuvor, an dem ein britischer und ein deutscher Edward aufeinandertreffen, die vielleicht auch so manche (Freundschafts-)Anekdote verbindet: Bei Wie setzt man über? Von Literatur zu Film sprechen der Romancier Edward St Aubyn und der Regisseur Edward Berger mit Doris Dörrie am Beispiel der Miniserie Patrick Melrose über Literaturverfilmungen.

Die schönen Inseln?!

Zwischen diesen beiden Abenden geht es auf Die schönen Inseln: Am Samstag, den 17. November und am Sonntag, den 18. November jeweils um 16 Uhr betrachten in zwei Diskussionsrunden englische, schottische und irische Schriftsteller_innen die aktuellen inländischen Beziehungen sowie die zu Deutschland und Europa. Jeweils um 20 Uhr steht die großartige Literatur ebendieser Inseln im Zentrum. Die Lesungen moderiert Jan Wagner – und weiß vielleicht auch die eine oder andere deutsch-britische Anekdote zu berichten …

(Foto ©Bauer, Text Tina Rausch)

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